Osaka

Autor: Stefan, 10. Oktober 2008 um 14:13 Uhr

Meine Reise in Japan hat mich inzwischen von Kyoto nach Osaka, zurück nach Kyoto und mittlerweile auch schon wieder nach Tokyo geführt. Die letzten Tage habe ich kaum Zeit gefunden einen neuen Eintrag zu verfassen und habe mein Weblog daher etwas vernachlässigt. Ach was red ich… ich hatte einfach kein Bock! Hier ist allerdings ein kleiner Nachtrag.

Das Wochenende muss man in Osaka verbracht haben. Zumindest wurde mir das überall gesagt. Es ist aber so, dass Während es in Kyoto Kultur gibt und in Tokyo Lifestyle, gibt es in Osaka kaum etwas interessantes zu sehen. Dafür lebt dort die – sagen wir mal – Arbeiterklasse von Japan. Die Theorie war, dass die Leute es am Wochenende krachen lassen. Nur leider haben wir nicht wirklich rausgefunden wo. In Shinsaibashi gibt es zwar etwa vier Quadratkilometer Clubs, Kneipen und Girlie-Bars, aber in dieser Auswahl ein gutes Plätzchen zu finden gleicht der Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Spaß hats trotzdem gemacht.

Tagsüber ist Osaka alledings ein richtiger Reinfall. Wenn man nicht auf Museen steht, dann kann man alles Sehenswerte in etwa 2 Stunden abhaken. Nach zweieinhalb Tagen bin ich dann wieder zurück nach Kyoto, das man bequemerweise direkt mit der S-Bahn erreichen kann. Daran merkt man, dass in Japan die Grenzen zwischen einer Stadt und einer anderen allenfalls auf der Landkarte ersichtlich sind. Zumindest entlang der Küste sind unbesiedelte Gebiete eine absolute Seltenheit.

Heute bin ich dann wieder mit dem Shinkansen nach Tokyo gedüst. Dieses mal kam mich das aber recht Teuer zu stehen, weil der Euro (im Vergleich zum Yen) gerade eine gewaltige Talfahrt hinlegt. So hat mich das Ticket diesesmal ca. 10% mehr gekostet, als auf dem Weg von Tokyo nach Kyoto.

Dienstag geht es dann weiter nach Auckland, wo meine Schwester schon auf mich warten wird.

Auswanderungspotenzial

Autor: Stefan, um 14:13 Uhr

Zugegeben: die meisten Länder, die ich bisher bereist habe, habe ich mit dem Hintergedanken besucht, ob man sich da vielleicht Einsiedeln koennte. Bisher habe ich aber immer meine Frage “Könnte ich hier dauerhaft leben?” mit einem mehr oder weniger klarem “Nein” beantwortet. Einigen meiner Facebook-Kontakte ist vielleicht meine Statusmeldung aufgefallen: “Stefan is getting settled in Kyoto and could stay there forever.”

Das war zwar einfach nur so dahingeschrieben, aber zuhause hat sich schon die leichte Besorgnis breit gemacht, ich koennte mich entgueltig ins Ausland absetzen. Tatsache ist, dass ich meine oben genannte Frage zum ersten mal mit Ja beantwortet habe. Ja, ich könnte in Japan dauerhaft leben. Es gefällt mir hier sogar so gut, wenn sich die Chance ergäbe in Japan zu Arbeiten, würde ich sie wohl ohne grosses Zögern ergreifen. Zumindest fuer ein paar Jahre wäre das durchaus eine Überlegung wert.

Noch halten sich meine Jobangebote in Grenzen und fundierte Japanischkenntnisse wären bei diesem Vorhaben eine wichige Vorraussetzung. Daher ist die Sorge ich könnte hier bleiben etwas übertrieben.

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