HK Resumee

Autor: Stefan, 22. September 2008 um 12:39 Uhr

Nachdem meine Zeit in Hong Kong nun zu Ende ist, hier noch ein paar letzte Eindruecke:

Nach langem Herauszoegern habe ich noch den Victoria Peak besucht, von dem man wohl eine der beeindruckendsten Aussichten weltweit hat. Etwa 400m hoch, kann man davon fast komplett Downtown Hong Kong sowie Kowloon und die Buchten im Sueden sehen. Die beste Zeit den Gipfel zu besuchen ist kurz vor Sonnenuntergang, wenn man die Stadt noch bei Tag sieht, aber auch vom kuenstlichem Licht erleuchtet.

Das Nachtleben in Hong Kong ist verblueffend unspektakulaer. Es gibt eigentlich nur zwei Gegenden, in denen man Bars findet. Da gibt es Lan Kwai Fong, wo praktisch nur Touristen rumrennen, ein Bier nicht unter HK$ 60 (ca. 6 Euro) zu haben ist und man gerne mal zu 7-Eleven (den 24h Supermaerkten) ausweicht, weil man dort etwa ein 12tel vom Preis zahlt. Alternativ hat man noch Wan Chai, den Rotlichtbezirk Hong Kongs, wo man mitunter auch mal ein schnaeppchen ausserhalb der Happy Hour machen kann. Aber was fuer eine Klientel man da findet, muss ich wohl nicht erwaehnen. Eine Gegend, die bei den Einwohnern populaer ist, konnten wir auch nach viel Rumfragen nicht finden. Schade eigentlich.

Allgemein ist das einzig guenstige, was man in HK bekommen kann Computerhardware. Da kann man mitunter schon kleine Subnotebooks fuer 300 Euro bekommen. Selbst Apple Hardware ist nur in den USA guenstiger zu bekommen. Ansonsten kann man sehr viel Geld an einem Tag liegen lassen, was mir vor allem nach meinem letzten Abend vor meinem Flug schmerzhaft bewusst wurde! Aber naja… wie oft ist man schon in Hong Kong?

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Nanjing und Qingdao

Autor: Stefan, 7. September 2008 um 15:40 Uhr

Nach den Strapazen von Huangshan bin ich mit dem Bus nach Nanjing weiter gezogen. Eigentlich sollte Nanjing nur eine kurze Zwischenstation sein, weil es keine direkte Zugverbindung nach Qingdao gibt, aber es wurden doch noch 3 Tage.

Nanjing errang traurige Beruehmtheit durch die Kriegsverbrechen, die die Japaner hier waehrend des Sino-Japanischen Kriegs 1936 begingen. Innerhalb von 6 Wochen fielen den Massakern 300.000 Chinesen zum Opfer. Natuerlich kann man die Aufarbeitung dieser Geschichte ueberall in Nanjing finden. Vor allem aber in dem Museum, dass diesem Massaker gewidmet wurde. Das sind zwar weniger die Bilder, die man im Urlaub sehen will, aber eines hat mich doch verbluefft: Die Greuel die in dieser Zeit begangen wurden hat in Nanjing lebende Nazis dazu bewegt, eine Sicherheitszone fuer die Zivilisten zu errichten. Kaum zu glauben, wenn man eine Urkunde fuer humanitaere Hilfe von Adolf Hitler unterzeichnet sieht. Ein Musterbeispiel dafuer, wie verkehrt die Welt damals war!

Qingdao ist eher fuer was anderes begannt: Bier. Bis kurz vor dem Ersten Weltkrieg war Qingdao (oder auch bekannt als Tsingtao) eine deutsche Kolonie. Ueberreste von dieser Zeit kann man hier noch ueberall finden. Romanische Kirchen, deutsche Architektur und natuerlich Tsingtao, die von den Deutschen gegruendete Biermarke, die praktisch den ganzen chinesischen Biermarkt beherrscht. Fuer 2 Yuan (etwa 20 cent) kann man hier Plastiktueten voll Bier (ja, Plastiktueten) kaufen. Ansonsten hat Qingdao noch ein paar der schoeneren Straende Chinas. Die sind zwar in keinster Weise mit denen in Thailand zu vergleichen, aber nach gut 6 Wochen Strandabstinenz und viel Inlandsreisen freut man sich ueber das, was man bekommt. Zudem kann ich sagen, dass ich in einem weiteren Meer (dieses mal das Gelbe Meer) geschwommen bin.

Nach Qingdao geht es zurueck nach Peking, wo ich meinen Flieger nach Hongkong nehme. Schon wieder ein Monat vorbei!

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Peking – Xi’an – Shanghai

Autor: Stefan, 26. August 2008 um 13:12 Uhr

Zur Zeit faellt es mir etwas schwerer als sonst, mich vor den Computer zu setzen und ein Update vom Blog zu machen. Einerseits bin ich viel unterwegs und hab eigentlich keine Zeit und andererseits sind die PCs hier verblueffend schlecht, so dass das Arbeiten wirklich kein Spass macht. Zu allem Ueberfluss ist es auch noch recht teuer hier in Shanghai.

So viel zu dem…

In der Zwischenzeit bin ich ganz schoen rumgekommen. Von Peking habe ich den Nachtzug nach Xi’an genommen. Das war ein ganz schoenes Abenteuer, weil ich zu spaet gebucht habe und nur noch Hard-Seat bekommen habe. Es ist schwer zu beschreiben, was das bedeutet, aber es ist alles andere als angenehm. Keine Klimaanlage, unbequeme Sitze, wenig Platz und etwa 1000 Chinesen in einem Abteil. Mein Hostel hat mich auf die Tatsache hingewiesen und hat mir einen Zettel geschrieben, mit dem ich beim Schaffner nach einem Upgrade auf Sleeper-Plaetze fragen kann. Nach etwa 3h hat das auch geklappt und so konnte ich (mit einem saftigen Aufpreis) auf Soft-Sleeper aufstocken. Das war wiederum fast schon zu viel Luxus, aber in der Situation habe ich die Mehrkosten gerne in Kauf genommen (waren auch “nur” 40 Euro).

Xi’an ist vor allem Bekannt fuer die Terrakotta Krieger, die dort in der Naehe zu finden sind. Allerdings gibt es da auch noch den Drum- bzw. Bell-Tower, die Stadtmauer, die Big Goose Pagoda und das muslimische Viertel. Trotzdem ist es nicht gerade ein huebsche Stadt und wenn man den Vergleich zu Peking zieht, weiss man, wieviel sich in Peking in den letzten Wochen/Monaten veraendert haben muss. Die Terrakottakrieger habe ich mit gemischten Gefuehlen aufgenommen. Zwar ist die schiere Menge beeindruckend, aber die Chinesen geben sich nicht besonders viel Muehe, die Ausgrabungsstaette fuer Touristen attraktiv zu machen. So war der Gesamteindruck doch etwas enttaeuschend.

Nach ein paar Tagen hab ich direkt den Zug nach Shanghai genommen, wo ich immernoch bin. Diesesmal war es ein Hard-Sleeper Abteil. Da geht es zwar auch etwas beengt zu, aber mit Ohrstoepseln kann man da sehr gut schlafen und ich bin auch recht entspannt in Shanghai am Bahnhof angekommen.

Shanghai beeindruckt vor allem durch seine Skyline. Der Oriental-Paerl-Tower und der Jinmao Tower machen wohl die markantesten Gebaeude am sogenannten “Bund” aus. Was Sehenswuerdigkeiten angeht ist Shanghai aber nicht so gut bestueckt. Vermutlich werde ich uebermorgen wieder weiterziehen und etwas mehr die laendlichen Gegenden besuchen, denn ehrlich gesagt habe ich die Schnauze voll von Menschenmengen. Wenn man das nicht erlebt hat, dann glaubt man nicht, wie viele Menschen es hier gibt. Vor allem auf den Bahnhoefen bekommt man einen kleinen Eindruck, von der Anzahl der Chinesen. Mal abgesehen davon ist hier jede groessere Stadt eine Millionenstadt und von denen die ich besucht habe hatten allesamt mehr Einwohner als Berlin und Hamburg zusammen (die erst- und zweitgroesste Stadt Deutschlands!!).

Visaprobleme Teil Zwei

Autor: Stefan, 11. August 2008 um 10:41 Uhr

Zum Glueck ist es diesesmal nicht ganz so schlimm wie letztes mal, aber es ist auch in China nicht sehr viel einfacher ein Visum zu bekommen. Zwar wollen die hier nicht wissen, wo ich mich die ganze Zeit ueber aufhalte, aber dafuer wollen sie sicher sein, dass ich unterwegs nicht Pleite gehe.

Wie ich das nachweise? Indem ich ein Konto ueber 2000 Euro bei der Bank of China anlege! Da ich schon gerne ein bisschen laenger in China bleiben wuerde, habe ich heute ein Sparbuch bei der Bank beantragt. Das war natuerlich auch nicht so einfach, wie ich mir das erhofft hatte, weil VISA keine Autorisierung fuer die Transaktion gegeben hat. So musste ich erst einmal 10000 Yuan vom Bankomaten abheben. Ich kann euch sagen, das ist ein ordentlicher Stapel Geld! Mehr spuckt aber der Automat nicht aus und deshalb muss ich morgen nochmal soviel abheben. Obendrein laeuft mein derzeitiges Visum so langsam aus!

Dafuer habe ich heute zum ersten Mal “das ist kein Problem” von einer Chinesischen Behoerde gehoert. Ich kann wohl (solange das Visum gueltig ist) eine Verlaengerung beantragen.

In der Zwischenzeit habe ich noch Beachvolleyball und Basketball besucht (Bilder folgen). Besonders mit Basketball habe ich eine Gluecksgriff gelandet. USA gegen China! Das ist etwas, was man nicht alle Tage zu sehen bekommt. Das Spiel war zuerst recht ausgeglichen, aber dann haben die Amerikaner gezeigt was sie koennen und haben ein traumhaftes Passspiel hingelegt und keinen Fehler vom Gegner ungeahndet gelassen. Zum Schluss haben die USA locker gewonnen und ein ziemlich geknicktes chinesisches Publikum hinterlassen.

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Puh, noch mal Glück gehabt…!

Autor: Stefan, 1. August 2008 um 12:33 Uhr

Gerade erreicht mich die Nachricht von zu Hause, dass mein Visum für China durch ist. Damit ist wenigstens nicht meine Kohle für die Olympia-Tickets zum Fenster hinaus geworfen!

Jetzt muss ich eigentlich nur noch warten, bis mein biometrischer Pass hier in Bangkok ankommt! Leider ist in dem ganzen Tohuwabohu mein Indienaufenthalt von 3 Wochen auf magere 3 Tage zusammengeschrumpft (vorrausgesetzt der Pass ist am Montag auch hier). Viel freude hätte ich in Delhi wohl nicht gehabt, denn das Wetter muss wohl gerade miserabel sein. Das ist allerdings nur ein schwacher Trost.

Wenn ich Gas gebe, reicht es mir vielleicht gerade zum Taj Mahal (was mein Hauptgrund war, Indien zu besuchen) und zurück.

Das nächste Problem wird wohl das Verlängern des Visums in China sein. Aber da investiere ich nicht all zu viel Hoffnung hinein. Besonderer Dank hier an meine Eltern, ohne die es wohl unmöglich gewesen wäre, die Formalitäten von Bangkok aus zu erledigen!

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Pass- und Visaprobleme

Autor: Stefan, 25. Juli 2008 um 08:48 Uhr

Ja, jetzt stehe ich mal so richtig dumm da.

Zuerst einmal habe ich mir meinen Reispass, mitsamt Kreditkarten, klauen lassen. Wäre das nicht schon genug Ärger? Nein, natürlich nicht! Jetzt macht auch noch das chinesische Konsulat Schwierigkeiten mit meinem Visum (wenn auch nicht ganz unerwartet).

Für mich heißt es jetzt erst einmal in Bangkok ausharren und die Füße stillhalten, bis sich die Sache geklärt hat.

Besonders schade es es um meine Zeit in Indien, die sowieso schon kurz eingeplant war und jetzt vermutlich auf einen halben Tag am Flughafen eingedampft wird.

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