Same Same, but different (Pai)

Autor: Stefan, 22. Juni 2008 um 11:42 Uhr

Nach dem Verlust meines iPhones dachte dachte ich, dass vielleicht ein Tapetenwechsel angebracht ist und habe prompt den nächsten Bus nach Pai (ca. 160km nordwestlich von Chiang Mai) genommen.

Pai (sprich: bai) ist eine kleine Provinz (ca. 12000 Einwohner) in den Bergen. In der Hauptsaison wimmelt es da von Touristen, aber zu dieser Zeit sagen sich da Fuchs und Hase gute Nacht. Wenn man sich mal den Dschungel und die Luftfeuchtigkeit wegdenkt, dann könnte einen dieser Ort doch schon sehr an Furtwangen erinnern. Beide Orte sind am Arsch der Welt, mitten im Tal und die hälfte der Einwohner sind Leute, die da nicht so richtig ins Bild passen. In Furtwangen sind es Stundenten in einem Rentnerkaff, in Pai sind es tonnenweise emigrierte Ausländer, die außer Geld verbraten, nicht viel zu tun haben.

Es gibt sogar in beiden Orten eine Fubar!

Auch sonst läuft das Leben dort ähnlich ab. Tagsüber wird die Stadt von den einheimischen Dominiert, aber nachts kommen die Einwanderer aus allen Nischen gekrochen, um sich dem Alkoholkonsum zu ergeben.

Zuerst kommt einem da alles etwas extrem Still von (vor allem wenn man vorher in Bangkok und Chiang Mai war). Wenn man sich aber daran gewöhnt hat, will man da eigentlich gar nicht mehr weg. Wenn mein Flug nicht heute von Chiang Mai nach Surat Thani gehen würde, wäre ich vermutlich immer noch in Pai.

Ein gutes Beispiel ist die Geschichte, die mir ein emigrierter Engländer erzählt hat: Ein Franzose kam nach Pai, um sich dort eine Woche lang umzusehen und hat den Ort seit 26 Jahren nicht mehr verlassen.

Aber ich glaube es ist schwer zu erklären, wenn man es nicht schon einmal gesehen hat.

Verlustliste

Autor: Stefan, um 11:26 Uhr

Eigentlich war ich ja schon immer ein Schussel, aber auf so einer Reise kann das unter umständen teuer werden. Seit Reisebeginn hab ich schon die 4 Sonnenbrille (eine in einem Auto liegen lassen, 2 kaputt gemacht), meine 4 Mütze (1 weggeworfen, 2 im Bus vergessen) erstanden und ein paar neue T-Shirts musste ich auch schon kaufen.

Jetzt hab ich allerdings zum ersten mal etwas größeres Verloren: mein iPhone (AHHHHH). Muss mir bei nem Kneipenbesuch aus der Tasche gefallen sein. Diebstahl würde ich ausschließen, weil mir genau das schon X mal passiert ist. Nur habe ich das Telefon immer wieder gefunden.

Schade ist es vor allem um die Kontakte, die ich alle auf dem Telefon gespeichert habe. Vor allem die Kontakte aus New York, Tokyo und Orange County hätte ich noch gut gebrauchen können. Mal abgesehen davon, bin ich über meine Ungeschicktheit so sauer, dass ich hier 2 Tage grummelig durch die Gegend gestiefelt bin.

Ich klapper heut noch einmal alle Kneipen ab, ob sich nicht doch etwas gefunden hat. Aber meine Hoffnung ist da nicht groß!

*schluchtz*

Chiang Mai

Autor: Stefan, 17. Juni 2008 um 11:29 Uhr

Ich kann gar nicht ausdrücken, wie viel besser es mir hier in Chiang Mai (im vergleich zu Bangkok) gefällt. Das Hostel in dem ich wohne hat wirklich sehr viel Atmosphäre und man trifft dort haufenweise Leute. Am Sonntag hab ich den “Sunday Night Market” besucht, der nicht nur riesig ist, sondern auch eine unglaubliche Vielfalt bietet. Im Gegensatz zu Bangkok wird man da auch nicht an jedem Stand angelabert, sondern das läuft alles ganz entspannt ab.

In meinem Hostel habe ich dann für Gestern und Heute einen Trek in die Berge um Chiang Mai gebucht und ich kann nur sagen, dass das ein atemberaubendes Elebnis war. Im Preis inklusive war Elefantenreiten, ein 3 Stunden Marsch durch den Dschungel, eine Nacht in einem Dorf eines Bergvolks, am nächsten Tag noch ein 3 Stunden Marsch, Rafting und eine Fahrt auf einem Bambusboot. Aber schon alleine der Anblick der bewaldeten Hügel im Nebel wäre es wert gewesen.