Autor: Stefan, 19. November 2008 um 11:01 Uhr
Fuer die naechsten drei Tage bin ich erst mal wieder abgeschnitten von allen Errungenschaften der Technik, die neuer sind als fliessend Wasser.
Weil ich im Moment sowieso warten muss, bis mein Tauchkurs beginnt, habe ich beschlossen die Zeit mit dem Queen-Charlotte-Track zu ueberbruecken. Genau so wie der Rakiura Track ist die Distanz gut in 3 Tagesmaerschen machbar, aber diesesmal mit etwas mehr Annehmlichkeiten. So habe ich ein Boot, was meine Essensvorraete zu den Huetten faehrt und die 71km lange Strecke etwas fuer mich abkuerzt. So duerfte mein Marschgepaeck von etwas ueber 10kg auf kaum ueber 2kg schrumpfen und nur noch etwa 50km zu gehen sein. Ich bin mir zwar nicht sicher, aber dieses Mal koennte es sogar sein, dass die Huetten eine Dusche haben. Wuenschenswert waere es ja.
Ansonsten hoffe ich nur noch, dass das Wetter so warm und sonnig bleibt, wie es jetzt ist…
Okay, ich hoer jetzt auf euch zu aergern
Autor: Stefan, 17. November 2008 um 10:08 Uhr

Octagon in the center of Dunedin
Originally uploaded by Stefan Kahlert
Einige haben die Bilder vielleicht schon gesehen…
Die letzten Tage war ich in Dunedin und habe mal etwas den Gang rausgenommen. Das heist keine Aktivitaeten, keine Trips oder Aehnliches. Natuerlich habe ich mir die Stadt angekuckt und bei bestem Wetter mit Temperaturen um die 30 Grad die Sonne genossen (das ist der Zeitpunkt bei dem ihr zu Hause vor Neid gelb werden duerft, hehe).
In Dunedin faellt ein bisschen aus dem Rahmen, weil es tatsaechlich so etwas wie eine Altstadt hat, mit vielen gotischen Kirchen und Gebaeuden in schottischem Baustil. Ansonsten gibts noch die steilste Strasse der Welt, mit etwa 36% Steigung an der steilsten Stelle. Wie steil das wirklich ist, macht hoffentlich das entsprechende Foto ersichtlich.
Inzwischen bin ich schon wieder (nach einer 10-stuendigen Busfahrt) in Picton angekommen um diese Woche etwas tauchen zu gehen und (vielleicht) den Queen-Charlotte-Track zu machen. Mal kucken, ob das Wetter mitspielt.
Autor: Stefan, 13. November 2008 um 05:13 Uhr
Autor: Stefan, um 05:12 Uhr
Von Queenstown bin ich mit Bus und Fähre über Invercargill und Bluff nach Oban auf Stewart Island weitergereist.
Stewart Island liegt in etwa 60 km unterhalb der Neuseeländischen Südinsel und hat gerade mal 450 Einwohner. Dafür besteht der Hauptteil der Insel aus einem Nationalpark, der für einen der Great Walks – den Rakiura Track – bekannt ist. Den habe ich die letzten Tage mit Elli und Niklas, zwei Deutschen, die ich dort getroffen habe, bezwungen.
Der Track besteht aus einem dreitägigen, 36km langen Marsch durch Regenwald, Schlampfuetzen und über wackelige Hängebrücken. Der erste Tag geht noch ganz gemächlich an malerischen Stränden entlang und ist recht gut ausgebaut. Den Abend verbringt man dann in einer spartanischen, aber äußerst schön gelegenen Hütte am Strand. Auch wenn das Meer dort saukalt ist (es liegt immerhin recht nahe am Polarkreis), haben wir uns einen kleinen Hüpfer ins Wasser nicht nehmen lassen… was wir nach etwa 2 Sekunden bereut haben. In der Nacht haben wir uns zwei Stunden im Wald auf die Lauer gelegt, um vielleicht einen wilden Kiwi zu erblicken. Natürlich vergeblich. Allerdings ist uns dann auf dem Weg zurück zur Hütte ein Rascheln im Gebüsch aufgefallen. Wer hätte gedacht, dass uns dann doch noch ein Kiwi, praktisch genau vor der Hausttür begegnet. Leider war es so dunkel, dass man das Tier kaum gesehen hat. An Fotos war gar nicht zu denken!
Der zweite Tag entspricht schon eher dem, was man sich von einem Track vorstellt. Die Wanderwege haben sich ploetzlich in knoecheltiefen Schlamm verwandelt und es waren ein paar recht steile Steigungen zu überwinden. Zu allem Überfluss hat sich das Wetter von klarem Himmer relativ schnell in Regenfälle verwandelt. Nach 6 Stunden Plackerei haben wir dann die North Arm Hut erreicht. Dort hätten wir die Miesmuscheln direkt vom Fels sammeln können (max. 50 Muscheln pro Person und Tag), aber keiner hatte Kochgeschirr dabei und so wurde es leider nichts mit leckeren Meeresfrüchten.
Der dritte Tag war wieder etwas einfacher und das Wetter war gut. Trotzdem sind wir fix und fertig an unserem Ziel in der Halfmoon Bay angekommen. Für den nächsten Track werde ich mir auf jeden Fall etwas mehr Gedanken über mein Gepäck machen. Wenn man drei Tage unterwegs ist, dann ist man um jedes Gramm froh, dass man nicht mitschleppen muss!
Autor: Stefan, 7. November 2008 um 07:37 Uhr
Fuer heute haben wir noch eine Runde Canyoning gebucht.
Bei dieser Tour war so ziemlich alles dabei. Abseilen, Spruenge, Wasserrutschen und eiskaltes Wasser.
Zum ersten Mal sind neben Fotos auch Videos verfuegbar. Viel Spass beim kucken!
Autor: Stefan, um 07:34 Uhr

Massive Mountains
Originally uploaded by Stefan Kahlert
Gestern haben wir, wie schon angekuendigt, die Tour zum Milford Sound gemacht.
Die Tour hat am fruehen Morgen erst einmal mit einer langen Autofahrt begonnen. Dafuer wurden wir mit unbeschreiblichen Ausblicken auf die Berge zwischen Queenstown und Milford Sound belohnt.
Leider mussten wir einen ordentlichen Umweg um Te Anau machen, weil es keinen direkten Weg von Queenstown aus gibt. Nach einem kurzen Mittagessen vom Grill gings dann weiter in den Fiordland Nationalpark. Auf dem Weg haben wir auch die unglaublich neugierigen Keas gesehen. Keas sind eine Papageienart, die es nur in NZ gibt und die einizige, die in dieser Hoehe (ueber der Baumgrenze) ueberleben kann. Es war einfach zu lustig diese Voegel zu beobachten, wie sie die Touristen auf Trap halten.
Am Fiord angekommen, haben wir dann das Tourschiff bestiegen und sind an dem Milford Sound entlang bis hinaus in die Tasmanische See und zurueck geschippert. Vermutlich bekommt man von den Fotos nur schwer ein Gefuehl dafuer, wie massiv diese Berge aus dem Wasser ragen. Man kann es sich vielleicht vorstellen, wenn man weiss, dass dieser kleine Wasserfall im Bild etwa die Hoehe eines 55-stoeckigen Hochhauses hat.
Autor: Stefan, 5. November 2008 um 05:43 Uhr

Lake Wakatipu
Originally uploaded by Stefan Kahlert
Der Blick aus dem Fenster war heute morgen zugegebenermassen etwas ueberraschend. Es schneit in Queenstown. Zwar bleibt zumindest in der Stadt nichts liegen, aber auf Bob’s Peak, das man von Queenstown mit der Skyline Gondola erreichen kann.
Gluecklicherweise hatten wir doch noch ein paar Stunden Sonne auf dem Gipfel und konnten so eine wunderbare Aussicht geniessen.
Autor: Stefan, um 05:33 Uhr
Auf cnn.com wurde gerade Barack Obama als Gewinner der Praesidentschaftswahl gekuert und das (so wie es aussieht) mit einer soliden Mehrheit. Offensichtlich haben die Amerikaner mehr Grips als man ihnen manchmal zutraut!
Autor: Stefan, 4. November 2008 um 23:29 Uhr

Fox Glacier Neve
Originally uploaded by Stefan Kahlert
Da Sandra mich beim Bloggen nicht ganz so sehr entlastet, wie ich mir das erhofft habe, bleibts mal wieder an mir haengen!
Nach Kaikoura sind wir runter nach Christchurch und haben da ein paar Tage verbracht. Dort haben wir ein bisschen die Stadt abgeklappert, die vom aussehen her auch mitten in England stehen koennte und sind mit der Gondel auf den naechsten Huegel, nahe Lyttleton. Dort kann man den Crater Rim Walkway begehen, der dann aber doch etwas lang war (ca. 9h). Nach gut einem Drittel haben wir dann wieder den Heimweg angetreten.
Von Christchurch sind wir mit dem Tranz Alpine Zug ueber den Arthurs Pass durch die Neuseelaendischen Alpen gefahren. Die Fahrt war beschaulich, aber das Wetter hat auf halbem Wege rapide nachgelassen.
Obwohl Greymouth die groesste Stadt an der Westkueste ist, darf man sich nichts grosses darunter vorstellen. Gerade mal 14000 Einwohner und die meisten davon lassen sich scheinbar nie blicken. Das ganze hat die Anmutung einer Geisterstadt und zu unternehmen gibts da auch nicht gerade viel. Aus diesem Grund haben wir dort einen Entspannungstag eingelegt uns sind dann weiter mit dem Bus nach Fox Glacier.
Fox Glacier ist ein Doerfchen, dass sich einzig dem Tourismus um den Fox Gletscher verschrieben hat. Auch wenn das Wetter immer noch nicht hervorragend war, haben wir die Ganztagestour zum Gletscher gebucht (das Heliwandern war zu teuer).
Was soll man sagen… ich war noch nie auf einem Gletscher und ich fand das sehr beeindruckend. Dieses blaue Schimmern, dass auf den Fotos nie so rauskommt, wie man es gesehen hat, die maechtigen Eisformationen. Das sollte man mal gesehen haben!
Inzwischen sind wir in Queenstown angekommen das sehr huebsch an einem See gelegen ist. Hier bleiben wir dann erst mal so lange bis Sandra wieder mit dem Flieger nach Auckland und dann nach Hause muss. Morgen steht vermutlich der Milford Sound in Fiordland auf dem Programm.
Autor: Stefan, 28. Oktober 2008 um 07:51 Uhr

Kaikoura peninsula
Originally uploaded by Stefan Kahlert
Zwischen Picton und Christchurch and der Ostküste Neuseelands liegt Kaikoura. Mal abgesehen davon, dass es hier an jeder Ecke Langusten zu essen gibt, ist Kaikoura wohl einer der besten Orte auf der Welt, um Wale und Delfine zu beobachten. Und genau das haben wir auch gemacht.
Am ersten Tag war das Wetter so chaotisch, dass sich alle fünf Minuten die Wetterlage geändert hat. Von Regen zu Sonne zu Wind zu Regen… Aber darüber hat Sandra ja schon geschrieben.
Wir hatten aber Grund zur Annahme, dass das Wetter besser wird und so habe ich mich noch am gleichen Abend von Markus (unserem Mitbewohner) zum Delfin-Schwimmen (um 5:30 am Morgen) überreden lassen. Und siehe da: wir hatten Glück und gestern war perfektes Wetter. Zwar war immernoch genug Seegang, dass einige sich das Frühstück noch einmal durch den Kopf gehen ließen, aber dafür gabs Sonne und einigermaßen warme Lufttemperaturen.
Das Wasser war allerdings immernoch saukalt und trotz Neoprenanzug war das Schwimmen recht unangenehm. Dafür wurden wir aber mit der Anwesenheit von dutzenden verspielten Schwarzdelfinen belohnt. Ich war ehrlich gesagt sehr positiv überrascht von der ganzen Sache, denn ich dachte ich bekomme vielleicht zwei oder drei Delfine von weitem zu sehen.
Tatsächlich scheinen sich die Delfine aber freiwillig und (vermutlich) aus Spieltrieb und Neugier mit einem abzugeben und das macht dieses Delfinschwimmen so faszinierend.
Danach hatten wir noch eine Whalewatching-Tour, die aber im Vergleich äußerst enttäuschend war. Zwar haben wir einen Pottwal gesehen, allerdings ist der relativ reglos vor sich hin geschwommen (ich weiß gar nicht, was ich mehr erwartet habe). Wenn man aber bedenkt, dass die Waltour mehr gekostet hat, als das Schwimmen mit den Delfinen, so war die Delfintour eindeutig die bessere Wahl.