Sydney und Blue Mountains

Autor: Stefan, 19. Januar 2009 um 10:09 Uhr

Wentworth Falls

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In letzter Zeit war es etwas ruhig im Blog. Daraus kann man in der Regel schliessen, dass entweder das Internet zu teuer ist oder ich zu viel Spass hatte, um meine Zeit mit Tippen zu verdoedeln.

In diesem Fall stimmt beides ein bisschen. Nach etwas Eingewoehnungszeit hat mir Sydney doch ganz gut gefallen. Das Klima ist recht angenehm und man kann hervorragend Zeit totschlagen. Sonst macht man ehrlich gesagt nicht viel, denn die meisten Sehenswuerdigkeiten hat man in ein paar Tagen abgehakt.

Zur Zeit ist das Sommer Festival in Sydney, an dem man jeden Tag Konzerte und Events besuchen kann. Der erste Tag war gratis, was man als Backpacker natuerlich besonders gerne sieht. Ansonsten gibt es hier noch die Straende… allen voran Manly.

Etwa zwei Stunden ausserhalb von Sydney liegen die Blue Mountains. Der Name kommt angeblich von dem blauen Eukalyptusdunst, der ueber den Waeldern dort liegt. Das koennte sehr gut stimmen, weil der Eukalyptusgeruch dort allgegenwaertig ist. Eher ungewoehnlich fuer von einer Trockenheit geplagten Gegend sind die zahlreichen Wasserfaelle, die die beeindruckenden Klippen hinabrauschen.

Das Wetter war (ebenfalls fuer die Blue Mountains ungewoehnlich) heiss… sehr heiss. Immer ueber 30 grad und mit keiner Wolke am himmel hat sich Kyle (mit dem ich unter anderem dort gewandert bin) am ersten Tag einen Hitzschlag geholt. Die Flasche Wein am Abend koennte aber auch ein kleine Rolle fuer sein “Unwohlsein” gespielt haben.

Das hat mir mal wieder gezeigt, dass ein Hut und hoher Lichtschutzfaktor hier unverzichtbar sind.

Frohes Neues Jahr

Autor: Stefan, 2. Januar 2009 um 02:25 Uhr


Fireworks in Sydney

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Das war wohl der aufregendste Sylvesterabend den ich je verbracht habe.

In letzter Minute hat sich fuer mich die Gelegenheit ergeben in Sydney an Neujahr zu uebernachten und weil natuerlich jeder an diesem Tag in Sydney sein will, gabs so gut wie keine Reisemoeglichkeiten mehr. Ich haette entweder einen ueberteuerten Flug, oder ein First-Class Ticket fuer den Zug nehmen koennen.

Ich hab mich fuer den Zug entschieden, obwohl der erst um 20 Uhr am 31.12. ankommt. Zu allem Ueberfluss kam der Zug dann auch noch 50 Minuten zu spaet. So bin ich etwas verzweifelt auf meinem Sitz hin- und hergerutscht, mit der befuerchtung Neujahr am Bahnhof in Sydney verbringen zu muessen.
Ich hatte ja auch noch das Problem mein gepaeck irgendwo unterbringen zu muessen. Das habe ich so geloest, dass ich es einfach nicht vom Bahnhof abgeholt hab… das war der Insidertip vom Zugpersonal.

Schliesslich hab ich es aber doch geschafft um 21:50 Uhr am Circular Quay anzukommen, von wo man eine hervorragende Sicht auf das Opernhaus und die Harbor Bridge hat.
Dort habe ich Patrick und Damien getroffen, die ich noch aus Peking kenne.

Der Andrang war enorm und man schaetzt, dass 1,5 Millionen Menschen das Feuerwerk gesehen haben.

Also… frohes neues Jahr euch allen. Ich hoffe ihr hattet einen guten Rutsch!

Melbourne und Great Ocean Road

Autor: Stefan, 21. Dezember 2008 um 03:44 Uhr

The Suzuki Night Market

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Mittlerweile bin ich auch schon wieder ueber eine Woche in Australien und habe dennoch nicht die Zeit gefunden, einen neuen Eintrag zu schreiben.

Die ersten Tage in Melbourne waren ganz schoen regnerisch und meine Aktivitaeten haben sich auf Museumsbesuche und Filme kucken beschraenkt.

Seit ein paar Tagen scheint aber die Sonne und so langsam macht es auch so richtig spass hier in Melbourne. Das erste Hostel in dem ich untergekommen bin, war etwas enttaeuschend, aber dafuer ist das jetzige umso toller. Es heisst Nunnery und ist dementsprechend auch im stil eines Klosters gehalten. Mal abgesehen von der netten Deko ist es hier ruhig, gemuetlich und es gibt regelmaessig Pfannkuchen, Grillen und Wein auf Kosten des Hauses.

Vorgestern habe ich mit vier Leuten aus dem Hostel ein Auto gemietet und wir sind damit die Great Ocean Road entlang gefahren. Zu sehen gabs neben einsamen Straenden und steilen Klippen auch einige Koalas, die gemuetlich am Strassenrand ihren Eukalyptus gemampft haben.

Zum ersten Mal seit 7 Monaten habe ich mich auch mal wieder an das Steuer von einem Auto gesetzt. Erschwert wurde die Sache noch durch den Linksverkehr und das Automatikgetriebe. An ersteres habe ich mich recht schnell gewoehnt, aber mit der Automatik viel es mir etwas schwerer. Irgendwie will ich doch immer auf die Kupplung stehen, was meist zu einem ungewollten Bremsmanoever fuehrt.

Aber es ging alles gut und wir haben das Auto wieder in einem Stueck zurueck zur Autovermietung gebracht.

Ansonsten pulsiert hier das Leben und es gibt immer was zu tun. Weihnachtsstimmung will aber immer noch nicht aufkommen, aber wer braucht bei warmem Wetter und Sonnenschein schon Weihnachtstimmung?

HMZNS Canterbury

Autor: Stefan, 9. Dezember 2008 um 18:18 Uhr

Chimney

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Da war ja noch das zweite Wrack, dass man aus Paihia betauchen kann. Die HMZNS Canterbury ist ein ausgemusterter Zerstoerer der britischen Marine und wurde vor etwa einem Jahr, als kuenstliches Riff, in der Bay of Islands versenkt.

Deutlich groesser und optisch beeindruckender, als die Rainbow Warrior, wurde die Canterbury speziell fuer Taucher praepariert, so dass man relativ gefahrlos in das Schiff eindringen kann. So sind alle paar Meter loecher in den Rumpf geschweisst, so dass ein verirren im Schiff unmoeglich sein sollte.

Unsere Tauchgruppe hatte aber nur Zeit fuer den Hangar und die Bruecke (was schon beeindruckend genug war). Im zweiten Tauchgang an dem Tag gabs dafuer mehr Fische zu sehen… unter anderem ein Adlerrochen, Kugelfisch und ein gutes dutzend andere Sorten, deren Namen ich nicht kenne.

Rainbow Warrior

Autor: Stefan, 7. Dezember 2008 um 23:56 Uhr

Bow section

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Hier sind die ersten Fotos von meinen Tauchgaengen zu den Wracks des Rainbow Warriors und der HMNZS Canterbury, die vor der Bay of Islands liegen.

Zu der Geschichte des Rainbow Warrior gibts hier mehr.

Das Wrack an sich ist in relativ schlechtem Zustand und nur der geschichtliche Hintergrund macht es lohnenswert das Wrack zu betauchen. Leider wird das wohl nicht mehr lange moeglich sein, denn es besteht die Gefahr, dass die Rainbow Warrior in ein paar Jahren voellig zerfallen wird. So hatte ich also Glueck noch einen Blick darauf werfen zu koennen.

Waitomo Caves

Autor: Stefan, um 06:39 Uhr

Sun shining down the Lost World Cave

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Der naechste Stop in meinem Schnelldurchgang war Te Kuiti, was recht nahe bei den Hoelen von Waitomo gelegen ist.

Wohl eine der spaektakulaersten Touren dort ist die Druchquerung der Lost World Cave. Diese beginnt mit dem Abseilen in die 100m tiefe Schlucht, die den Eingang in die Hoele bildet. Zum Glueck habe ich nicht wirklich Hoehenangst, sonst haette ich mir vermutlich in den Neoprenanzug gemacht.

Am Grund der Hoele angelangt geht es dann etwa 4 Stunden durch enge Nischen und riesige Kammern. Wohl eines der schoensten Anblicke sind aber die abertausende Gluehwuermchen, die die Hoehle in ein mysterioeses blaues Licht tauchen.

Da der Rechner hier die Fotos nicht ganz so schnell hochlaedt, wie ich das gerne haette, kommen die restlichen Fotos etwas spaeter. Besonders auf die Fotos (und Videos) von meinen letzten 4 Tauchgaengen kann man gespannt sein!

Tongariro Crossing

Autor: Stefan, um 06:20 Uhr

Red Crater

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Hui, jetzt muss ich erst mal wieder einiges an Updates nachholen. Meine Zeit in Neuseeland ist so langsam zu Ende und entsprechend habe ich versucht noch so viel wie moeglich in die letzten Tage reinzupacken.

Nachdem ich etwas Zeit in Wellington verbracht habe, bin ich in das kleine Doerfchen “National Park” (Ja, es heisst wirklich so) gefahren, von wo aus die meisten Touren zum Tongariro Crossing stattfinden.

Vom Tongariro Nationalpark duerften sich die meisten ein Bild machen koennen, wenn sie die Szenen von Mordor in Herr der Ringe gesehen haben. Die wurden da gedreht.

Der Tongariro Crossing ist ein Tagesmarsch, der den Pass zwischen den Vulkanen Ruhapeu und Tongariro entlang geht (Suedlich von Whakapapa). An schoenen Tagen hat man eine Aussicht bis Lake Taupo, nur wir hatten miserables Wetter mit Regen und Windboehen von bis zu 80km/h.

Erst beim Abstieg hat sich das Wetter etwas gebessert und wir konnten wenigstens ein bisschen von der Aussicht geniessen.

Foto nachtrag

Autor: Stefan, 28. November 2008 um 10:15 Uhr

Jetty and mirrored mountains

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Ich bin noch einiges an Fotos vom Queen Charlotte Track schuldig geblieben.

Aber das ist hiermit nachgeholt. Viel Spass beim kucken!

Queen Charlotte Track

Autor: Stefan, 22. November 2008 um 11:33 Uhr

Ich bin mir nicht sicher, was ich hier schreiben soll, denn mir gehen die Superlative aus, um die Landschaften hier in Neuseeland zu beschreiben. Aber eines schon mal vorweg: Ganz so minimalistisch wie auf Stewart Island waren die Unterkuenfte auf dem Track schonmal nicht. Die waren eigentlich sogar besser, als die meisten Hostels, die man so zu Gesicht bekommt.

Tag eins auf dem Track ist das, was die meisten Touristen hier machen. Man wird mit dem Wassertaxi zur Ships Cove gefahren und marschiert von dort aus bequem bis zur Furneaux Lodge. Dort kann man dann im gemuetlichen Ambiente ein Bierchen schluerfen. Neunzig Prozent der Leute fahren von dort wieder zurueck nach Picton. Nur ein paar wenige Leute (inkl. mir) haben zur Punga Cove uebergesetzt um dort die Nacht zu verbringen. Allerdings ist es nur mir gelungen, mich auf dem Weg zur Unterkunft zu verlaufen… und das gewaltig! Das was ich durch die Abkuerzung mit dem Wassertaxi gespart habe, habe ich so wieder eingeholt.

Zur Unterkunft (Noeline’s Homestay) kann ich nur sagen: A-TEM-BE-RAU-BEND! Das kleine Haeuschen steht praktisch direkt am Queen Charlotte Sound. Von dort kann mein ein paar Treppen nehmen und sich dann am Bootsanleger in die Sonne legen. Das Wasser war da mal wieder so klar, dass ich mir einen kleinen Sprung ins Wasser nicht nehmen lassen wollte. Gott sei dank war es dieses mal nicht ganz so kalt, wie auf Stewart Island.

Nachdem ich am Morgen noch mit einer Aussicht auf den Sound, in dem sich die Berge gespiegelt haben, belohnt wurde, habe ich Tag zwei in Angriff genommen. Der Abschnitt war schon deutlich muehseliger. Da waren mehr Kilometer und mehr Hoehenmeter zu ueberwinden und die Aussicht hat es auch nicht mehr so rausgerissen. Das Wetter war allerdings an dem Tag hervorragend.

Tag drei war dann eigentlich nur noch eine Plackerei. Das war auch der erste Tag, an dem ich wirklich alleine auf dem Track war. Zudem war es noch ein Wettrennen mit dem Wetter, denn es wurde Regen fuer den Nachmittag vorhergesagt. So bin ich schon recht frueh losmarschiert und habe die Strecke, die mit 8 Stunden angegeben wird, in 4 Stunden geschafft. Gerade kurz bevor es angefangen hat zu regnen. Dummerweise musste ich aber noch ewig auf das Wassertaxi warten, dass mich dann wieder zurueck nach Picton gebracht hat.

Vermutlich ist das vorerst mal der letzte Track, den ich mache. Irgendwann ist auch mal gut… Ausserdem tut mir im Moment so ziemlich alles unterhalb meiner Huefte weh, aber das war es auf jeden Fall wert.

Funkstille

Autor: Stefan, 19. November 2008 um 11:01 Uhr

Fuer die naechsten drei Tage bin ich erst mal wieder abgeschnitten von allen Errungenschaften der Technik, die neuer sind als fliessend Wasser.

Weil ich im Moment sowieso warten muss, bis mein Tauchkurs beginnt, habe ich beschlossen die Zeit mit dem Queen-Charlotte-Track zu ueberbruecken. Genau so wie der Rakiura Track ist die Distanz gut in 3 Tagesmaerschen machbar, aber diesesmal mit etwas mehr Annehmlichkeiten. So habe ich ein Boot, was meine Essensvorraete zu den Huetten faehrt und die 71km lange Strecke etwas fuer mich abkuerzt. So duerfte mein Marschgepaeck von etwas ueber 10kg auf kaum ueber 2kg schrumpfen und nur noch etwa 50km zu gehen sein. Ich bin mir zwar nicht sicher, aber dieses Mal koennte es sogar sein, dass die Huetten eine Dusche haben. Wuenschenswert waere es ja.

Ansonsten hoffe ich nur noch, dass das Wetter so warm und sonnig bleibt, wie es jetzt ist…

Okay, ich hoer jetzt auf euch zu aergern :)