Home, Sweet Home!

Autor: Stefan, 11. Mai 2009 um 22:13 Uhr

Ja, ich bin zu Hause… und obendrein praktisch pleite und arbeitslos. Aber ich glaube es gibt Schlimmeres. Fürs erste bin ich zumindest mal dank dem Arbeitsamt finanziell abgesichert. Allerdings stellt sich die Frage: “Was nun?”

Während ich mir darüber Gedanken mache muss ich erst einmal einiges an Formalitäten erledigen und als wäre das noch nich ätzend genug, wurde mir schon angekündigt, dass ich meine Weisheinszähne ziehen lassen muss. Wenigsten beschäftigt mich das erst einmal für ein Weilchen.

Nur die Bilder von Island bin ich noch schuldig. Hiermit nachgeholt:

Perfect Visibility in Silfra

Island

Autor: Stefan, 3. Mai 2009 um 13:08 Uhr

In vielerlei Hinsicht erinnert Island an Neuseelands Suedinsel. Berge, Fjorde, Gletscher, Vulkane, unberuehrte Natur und spaerrliche Besiedelung. Aber alles noch mal ein bisschen extremer. An natuerlichen Resourcen hat Island nicht viel zu bieten, was die abenteuerlichen Preise im Supermarkt kaum verwunderlich macht.

Das einzige was es hier wirklich im Ueberfluss gibt ist genau das, woran es ueberall sonst mangelt: Energie. Hier spart wirklich keiner an heissem Wasser, weil es praktisch ueberall aus dem Boden sprudelt. Sogar die Strassen in Reykjavik werden im Winter mit einer Art Fussbodenheizung im Teer beheizt, um sie von Frost frei zu halten. Die Duschen im Hostel haben nur einen Heisswasserhahn und wenn man den Aufdreht, feuert einem der Strom von Thermalwasser mit dem Druck eines Feuerloeschschlauchs entgegen. Der Nachteil: Mit der selben Intensitaet schlaegt einem schwefelige Geruch von faueln Eiern entgegen!

Das Hightlight war wohl die dreitage Autorundfahrt entlang des Þjóðvegur Nr 1, der Ringstrasse, die um die gesamte Insel fuehrt. Ein oder zwei Abstecher entlang der Schotterstrassen ins Hinterland waren da auch mit dabei. Die Blaue Lagune war auch ein tolles Erlebnis, hatte allerdings den bitteren Beigeschmack von Touristenabzocke. Bei einer 150 prozentigen Preissteigerung seit letztem Jahr koennte ich die Waende hochgehen.

Wenn man an Island denkt, fallen einem nicht unbedingt hervorragende Tauchbedingungen ein, denn kaum einer weiss, dass sich hier eines der beeindruckensten Tauchgebiete weltweit befindet: Silfra im Thangvillir Nationalpark. Okay: Es gibt da praktisch keine Fische und auch sonst kaum Leben, aber dafuer eine Sichtweite von (weit) ueber 100 Metern. Taucher machen bei dieser Zahl grosse Augen, weil man sich sonst schon ueber ein drittel dieser Sicht gluecklich schaetzen kann.

Wenn man nach dem Tauchgang aus dem See steigt ist man erst mal sprachlos. Nicht nur, weil das Wasser um den Gefrierpunkt die vom Trockenanzug ungeschuetzte Gesichtspartie voellig laehmt, sondern weil das Erlebnis mit nichts zu vergleichen ist. Hoechstens vielleicht mit Schwerelosigkeit im All. Mit dem mit Luft vollgepumpten Trockenanzug fuehlt man sich dann voellig wie ein Astronaut. Fotos kommen bei naechster Gelegenheit, aber die werden der Sache nicht gerecht.

So, genug gelabert… man sieht sich demnaechst zu Hause.

Norwegen

Autor: Stefan, 19. April 2009 um 23:57 Uhr

“Wenn du nach Oslo gehst, kannst du auch glech nach Schweden gehen!”

Klingt gemein, hat aber was wahres dran. Tatsaechlich gehoert Oslo nicht zu den schoensten Staedten, die man sich vorstellen kann. Daher bin ich gleich weiter nach Bergen, wohin mich zwei Leute eingeladen haben, die ich in Thailand getroffen habe. Von denen stammt auch oben genannter Satz.

Auf den Cook Islands wiederum habe ich Iselin getroffen, die mir die Norway in the Nutshell Tour empfohlen hat. Anstatt direkt mit dem Zug nach Bergen zu fahren, nimmt man einen Umweg ueber Myrdal, Flåm und Voss. Der Weg ueber die Ortschaften wird mit regulaeren oeffentlichen Verkehrsmitteln (Zug, Faehre, Bus) erledigt, aber die Routen und die Aussichten sind Atemberaubend.

Ich kann gar nicht beschreiben wie viel schoener Bergen im Vergleich zu Oslo ist und ich kann mich gluecklich schaetzen, den ich habe drei der durschschnittlich 30 Sonnentage im Jahr erwischt. Und wenn die Sonne nicht da ist regnet es meist, was zu durschnittlich 275 Regen-/Niederschlagstagen im Jahr fuehrt.

Bergen ist idyllisch und wunderschoen gelegen. Die Stadt liegt auf einer Halbinsel an einem Fjord unweit der Kueste Norwegens. Ingvild und Geir Anders (meine Gastgeber) haben das unbeschreibliche Glueck am Hang des Fløyen zu wohnen und obendrein noch eine Riesenterasse mit Ausblick ueber die ganze Stadt zu haben. Das war auf jeden Fall mal eine gelungene Abwechslung vom “Reisealltag”. Morgen gehts dann wieder nach Oslo, von wo ich nach Reykjavik weiter fliege. Bis dann…

Aurlandsfjord

Myrdalen

Dublin und Irland

Autor: Stefan, um 23:52 Uhr

Wirklich viel faellt mir ueber Dublin nicht ein, ausser vielleicht Pubs und Guinness.

Zuerst mal die Pubs, die hier ein bisschen aelter sind, als man das an anderen Orten so kennt. Da gibt es zum Beispiel ein Pub (The Brazen Head), dass schon schon zur Zeit der Kreuzzuege da stand, wo es heute steht und damit etwa 800 Jahre alt ist. Das nenne ich mal ein respektables Alter!

Guinness ist wohl untrennbar in der Irischen Seele verwurzelt. Deshalb ist ein Besuch im Guinness Storehouse Museum ein MUSS! Nicht nur, weil man dort mit dem Eintrittspreis ein Pint vom Drought bekommt, sondern weil es (meiner Meinung nach) schlichtweg die beste und unterhaltsamste Attraktion Dublins ist.

Neben Dublin hab ich noch eine Bustour zur anderen Seite der Insel gemacht, um Limerick und die Klippen von Moher zu sehen. Die Busfahrt war lang und auch langweilig, aber das war es wert, denn irischer kann eine Landschaft kaum aussehen. Dazu gabs noch (der/die/das) Burren. Eine karge Felslandschaft, mit aussergewoehnlichen Felsformationen.

Cliffs of Moher

Guinness Storehouse

Heathrow

Autor: Stefan, 10. April 2009 um 07:54 Uhr

Na, wer haette es gedacht? Hin und wieder hat man tatsaechlich Spass beim Einchecken. Vor allem, wenns so einfach geht, wie heute morgen. Wenn man sich am Gate noch (etwas unverschaemt) mit einem Zwischenspurt vor eine 50 Mann starke Reisgruppe draengelt, dann geht das schon fast als Triumph durch.

Warum sich das zu erzaehlen lohnt? Das tut es vermutlich nicht, aber irgendwas muss ich ja mit meiner ueberschuessigen Zeit und gratis Internet-Terminals ja anfangen.

Gratis Terminals, dank der Zurich Versicherung und ueberschuessige Zeit, weil ich vor 2 Stunden aus den Londoner Clubs zurueck gekommen bin und dachte: “Wer braucht schon Schlaf? Da kann ich genau so gut zum Flughafen fahren.”

Die ganze Aktion wird mir vermutlich den ersten Tag in Dublin verhageln, aber wegen Ostern und vollen Fliegern, habe ich dort sowieso ein Tag mehr als geplant zur Verfuegung. Dumm nur, dass ich genau aus diesem Grund meine “Norway in the Nutshell”-Tour verpasse und ich nicht mal canceln kann, weil die Troeten in dem Reisebuero schon in den Osterferien sind. Im schlimmsten Fall ist das mal wieder ein Haufen unsinnig rausgeschmissenes Geld.

Aber ich habs ja… :(

Fotos wieder Up-To-Date

Autor: Stefan, 9. April 2009 um 16:52 Uhr

Gratis Internet… das gibts nicht so haeufig und so habe ich die Gelegenheit genutzt und mal die Fotos wieder auf den neuesten Stand gebracht. Es gibt einiges von New York, Boston, Washington in der Kirschbluete und London.

Empire State Building at Night

Piccadilly Circus

London

Autor: Stefan, 8. April 2009 um 21:20 Uhr

Mittlerweile habe ich es wieder zurueck in die Alte Welt geschafft und bin am Sonntag in London angekommen. Vor meiner Abreise aus Washington habe ich dort noch das Kirschblueten-Festival besucht. Da haben die Amerikaner einfach mal 3000 Kirschbaeume aus Japan importiert und deren jaehrliche Tratition uebernommen. Schoen wars auf jeden fall. So schoen, dass es hunderttausende Menschen angezogen und die oeffentlichen Verkehrsmittel total ueberlastet hat.

Das war fuer mich eine weniger gute Nachricht, der auf die selbigen angewiesen war, um zum Flughafen zu kommen. So hat sich meine Reisezeit um das dreifache auf 3 Stunden verlaengert. Gluecklich war, dass ich eigentlich das Smithsonian Museum am Flughafen besuchen wollte und daher extra extra extra frueh losgefahren bin. So konnte ich mir auch die 1,5 Stunden Wartezeit am United Airlines Check-In noch leisten (was fuer ne besch*****e Airline). Alles in allem eine weniger spassige Angelegenheit und ins Museum hab ich es auch nicht mehr geschafft.

London hat meine Stimmung wieder etwas gehoben. Im vergleich zu den Amerikanischen Staedten hat das einfach mehr Flair. Ich hab schon die Gelegenheit genutzt, mich mit ein paar Reisegefaehrten wieder zu treffen. Das war allerdings nicht ganz einfach, weil ich manchmal vergesse, dass die Leute wieder arbeiten und daher nicht so flexibel sind, wie ich.

Uebermorgen gehts schon wieder ab nach Dublin uebers Osterwochenende und dann fuer ne Woche nach Norwegen.

Schreibfaul

Autor: Stefan, 25. März 2009 um 22:08 Uhr

In letzter Zeit habe ich kaum Anlass etwas zu schreiben… deshalb tue ich es auch nicht. Seit ich aus Washington abgereist bin, war ich in Philadelphia und New York und bin inzwischen in Boston angekommen.

Ein Grossteil meiner Zeit habe ich mit dem Abklappern der Sehenswuerdigkeiten verbracht und das brauche ich glaube ich nicht noch extra zu erwaehnen. Wirklich Aussergewoehnliches, wie z.B. Verhaftungen, hat sich (gluecklicherweise) in Grenzen gehalten.

Meine Zeit hier neigt sich langsam dem Ende zu (mein Geld auch) und so werde ich wohl Anfang April wieder zurueck in Europa sein. Lustig ist dabei, dass ich gut eine Flugstunde von zu Hause weg sein werde, um dann erst mal wieder weiter weg zu fliegen.

Vielleicht schaffe ich es auch mal wieder ein paar Bilder hochzuladen.

Fotos und noch mehr Fotos

Autor: Stefan, 7. März 2009 um 04:06 Uhr

Policemen

Originally uploaded by Stefan Kahlert

Ich habe es endlich geschafft nen Computer zu finden, an dem ich meine Bilder hochladen kann.

Fleissig wie ich bin habe ich gleich seit Rarotonga alles nachgeholt. Das heisst, dass ueber 200 neue Bilder zu betrachten sind. Das ganze hat mich einiges an Zeit und auch Geld gekostet, also kuckt es euch auch gefaelligst an!

Das ganze ist etwas durcheinander hochgeladen worden, aber es sind Bilder und Videos zu finden von:
Rarotonga, Los Angeles, Hollywood, Las Vegas, Yosemite Park (inkl. der Bilder von den Schwarzbaeren), San Francisco, Santa Barbara und Washington, D.C.!

Wenn ich morgen nicht 2000 Views habe, gibts aerger :)

Washington, D.C.

Autor: Stefan, 6. März 2009 um 04:09 Uhr

Nach einem Flug von knapp ueber vier Stunden bin ich auf der anderen Seite und in der Hauptstadt der USA angekommen.

In den Staaten habe ich gelernt immer das “D.C.” an den Namen anzuhaengen oder einfach nur “D.C.” zu sagen. Das ist eines dieser Dinge, die man hier beachten muss: Wenn man nur Washington sagt, gehen die Leute vom Staat Washington aus. Selbes gilt, wenn man das City nicht an New York anhaengt… und ueberhaupt vergessen wir gerne dass NYC aus mehr als nur Manhattan besteht. Aber ich schweife ab…

Die letzten Tage in L.A. waren wirklich recht warm mit Temperaturen ueber 25 Grad. Erwartungsgemaess ist es hier etwas kaelter, mit tags ueber knapp ueber Gefrierpunkt und Scheisskalt in der Nacht. Dafuer ist das Wetter spitzenklasse, mit kaum einer Wolke am Himmel. So macht das Sightseeing wenigstens spass. In der Sonne kann man sich sogar ab und zu mal der Jacke entledigen.

Mein Tag hat heute frueh um 6 Uhr angefangen, damit ich nach Waschen und Fruehstueck rechtzeitig beim Capitol bin, um eine der begehrten Eintrittskarten zu bekommen. Mal wieder Typisch fuer mich habe ich ein entscheidendes Utensil vergessen: meinen Pass. Den braucht man naemlich, um sich als Auslaender auszuweisen, denn sonst braucht man eine Einladung von seinem Kongressabgeordneten. Nachdem ich mich wieder abgeregt habe, habe ich dafuer das Washington Monument besucht, fuer das es nicht ganz so kompliziert ist, Karten zu bekommen.

Abgesehen von dem habe ich mir die Hacken abgelaufen um das Lincoln Memorial, Vietnam- und Koreakrieg Denkmal, WW II-Denkmal, Weisses Haus, Arlington Friedhof mit JFK-Grab, Grabmal des Unbekannten Soldaten und das Iwo-Jima-Denkmal zu besichtigen. Fuer die ersten paar Sachen hat es sich kaum gelohnt die Metro zu nehmen, da alles so nah beieinander ist. Arlington ist allerdings schon etwas weiter weg, um genau zu sein im Bundesstaat Virginia, auf der anderen Seite des Potomac-Fluss.

Insgesamt waren das heute 8 Stunden ununterbrochenes Sighseeing. Da soll nochmal jemand sagen, dass ich hier nur auf meiner faulen Haut sitze.

Insgesamt bin ich sehr beeindruckt von Washington, D.C. Es ist wirklich eines der schoensten Hauptstaedte die ich bisher gesehen habe, vielleicht weil die Stadt noch so jung ist und mehr oder weniger nur fuer diesen Zweck erdacht wurde. Jedes Gebaeude scheint hier zu stehen, um diese Nation zu feiern und wenn man das alles sieht, wird man daran erinnert, dass die USA mal ein Vorbild fuer die ganze Welt waren. Die Tatsache, dass Obama nun im Weissen Haus sitzt, koennte ein erstes Anzeichen sein, dass sich Amerika wieder diesen Vorbildstatus wieder verdient.