Nach einem Flug von knapp ueber vier Stunden bin ich auf der anderen Seite und in der Hauptstadt der USA angekommen.
In den Staaten habe ich gelernt immer das “D.C.” an den Namen anzuhaengen oder einfach nur “D.C.” zu sagen. Das ist eines dieser Dinge, die man hier beachten muss: Wenn man nur Washington sagt, gehen die Leute vom Staat Washington aus. Selbes gilt, wenn man das City nicht an New York anhaengt… und ueberhaupt vergessen wir gerne dass NYC aus mehr als nur Manhattan besteht. Aber ich schweife ab…
Die letzten Tage in L.A. waren wirklich recht warm mit Temperaturen ueber 25 Grad. Erwartungsgemaess ist es hier etwas kaelter, mit tags ueber knapp ueber Gefrierpunkt und Scheisskalt in der Nacht. Dafuer ist das Wetter spitzenklasse, mit kaum einer Wolke am Himmel. So macht das Sightseeing wenigstens spass. In der Sonne kann man sich sogar ab und zu mal der Jacke entledigen.
Mein Tag hat heute frueh um 6 Uhr angefangen, damit ich nach Waschen und Fruehstueck rechtzeitig beim Capitol bin, um eine der begehrten Eintrittskarten zu bekommen. Mal wieder Typisch fuer mich habe ich ein entscheidendes Utensil vergessen: meinen Pass. Den braucht man naemlich, um sich als Auslaender auszuweisen, denn sonst braucht man eine Einladung von seinem Kongressabgeordneten. Nachdem ich mich wieder abgeregt habe, habe ich dafuer das Washington Monument besucht, fuer das es nicht ganz so kompliziert ist, Karten zu bekommen.
Abgesehen von dem habe ich mir die Hacken abgelaufen um das Lincoln Memorial, Vietnam- und Koreakrieg Denkmal, WW II-Denkmal, Weisses Haus, Arlington Friedhof mit JFK-Grab, Grabmal des Unbekannten Soldaten und das Iwo-Jima-Denkmal zu besichtigen. Fuer die ersten paar Sachen hat es sich kaum gelohnt die Metro zu nehmen, da alles so nah beieinander ist. Arlington ist allerdings schon etwas weiter weg, um genau zu sein im Bundesstaat Virginia, auf der anderen Seite des Potomac-Fluss.
Insgesamt waren das heute 8 Stunden ununterbrochenes Sighseeing. Da soll nochmal jemand sagen, dass ich hier nur auf meiner faulen Haut sitze.
Insgesamt bin ich sehr beeindruckt von Washington, D.C. Es ist wirklich eines der schoensten Hauptstaedte die ich bisher gesehen habe, vielleicht weil die Stadt noch so jung ist und mehr oder weniger nur fuer diesen Zweck erdacht wurde. Jedes Gebaeude scheint hier zu stehen, um diese Nation zu feiern und wenn man das alles sieht, wird man daran erinnert, dass die USA mal ein Vorbild fuer die ganze Welt waren. Die Tatsache, dass Obama nun im Weissen Haus sitzt, koennte ein erstes Anzeichen sein, dass sich Amerika wieder diesen Vorbildstatus wieder verdient.