Australia Zoo
Originally uploaded by Stefan Kahlert
Von meiner Zeit in Brisbane gibt es nichts aussergewoenliches zu berichten und daher ueberspringe ich das einfach mal.
Schon interessanter war da der Besuch im Australia Zoo, der vor allem durch Steve Irwin bekannt wurde. Tatsaechlich ist der Zoo verblueffend klein. Die komplette Anlage laesst sich locker in vier Stunden abklappern. Das sich das Gelaende massiv vergroessern wird, ist allerdings schon absehbar. Was den Zoo aber aussergewoehnlich macht ist, wie nahe man an die Tiere heran kommt. Da gibt es zum Beispiel das Kaenguruh-Gehaege, in dem man die Kaenguruhs und Wallabies fuettern, streicheln und auch knuddeln kann. Sowas habe ich bisher in noch keinem andern Zoo gesehen.
Und nicht nur das. Im Zoo sind staendig Waerter unterwegs, die beispielsweise einen kleinen Aligator mit sich herumfuehren oder Schlangen oder Koalas oder was auch immer. Dabei wird man auch gerne dazu aufgefordert, selbst anzufassen. Natuerlich alles in einem kontrollierten Rahmen. Besonders toll war das Animal Encounter, das etwas Aufpreis kostet. Da kann man bei der Fuetterung von Lemuren, Rhinozerossen, Tigern, Wombats und was weiss ich nicht noch, teilnehmen. Ich habe mich fuer die Wombats entschieden, weil ich die besonders putzig finde. Tiger war leider nicht moeglich, weil man vor Oeffnung des Zoos anwesend sein muss. Tatsaechlich wird man dabei in das Gehaege der Tiere mitgenommen, kann bei der Fuetterung auf Tuchfuehlung gehen und natuerlich gibts das obligatorische Erinnerungsfoto fuer $10 extra zu erstehen.
Auch zwei Jahre nach seinem Tod ist Steve Irwin immernoch Aushaengeschild des Zoos. Die Familie Irwin lebt noch immer auf dem Zoogelaende aber so langsam zeichnet sich ab, dass seine 10-jaehrige Tochter Bindi das Unternehmen uebernehmen wird. Sie ist im Zoo omnipraesent mit einer eigenen Kollektion von DVDs, Fanartikeln und einer Klamottenmarke. Fuer einige ist da schon die Schmerzgrenze des Kitschs leicht ueberschritten. Bei mir war es kurz davor…
Als Fan von Steve Irwin habe ich den Zoo mit einem lachenden und einem weinenden Auge gesehen. Zwar war es wirklich ein tolles Erlebnis sein Vermaechtnis zu sehen, aber die dutzenden Abbildungen von ihm erinnern einen staendig an die tragische Weise, wie er ums leben kam. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie hart das fuer seine Familie sein muss.
