Yosemite National Park
Autor: Stefan, 26. Februar 2009 um 04:25 UhrNach Vegas gings mit dem Auto wieder zurueck nach Californien und hoch in den Norden zum Yosemite National Park. Wir wussten, dass es dort etwas kaelter wird und haben uns deshalb in den Designer Outlets in Vegas zu spottpreisen mit warmen Klamotten versorgt.
Tatsaechlich war es sogar noch etwas kaelter, als wir erwartet haben. Noch bevor wir ueberhaupt die Grenzen des Nationalparks ueberschritten haben, hatten wir schon 20 cm Schnee und es ging stetig Berg auf. Etwa 20km weiter begann dann der Abschnitt mit Schneekettenpflicht. Aber natuerlich hatte unser Mietwagen keine Schneeketten. Wenigstens waren wir mit Allwetterreifen ausgestattet (was wir zu dem Zeitpunkt aber noch nicht wussten). Die restlichen 30 Meilen zum Yosemite Village sind wir so mit Schrittgeschwindigkeit rumgezuckelt und haben fuer diese Strecke fast so lange gebraucht, wie fuer die 300 Meilen davor.
Gebucht haben wir fuer 2 Naechte in einem Mix zwischen Zelt und Huette. Das war gluecklicherweise beheizt, sonst waeren wir dort vermutlich erfroren. Im Tal selber hatte es naemlich Minusgrade und nen guten Meter Schnee.
Weil es schon dunkel war, als wir dort angekommen sind, haben wir vom Park noch nicht so viel gesehen. Um so beeindruckender war dann die Aussicht, als wir tags darauf aus unserem Zelt gestiegen sind. Das Tal wird ueberragt von riesigen Felsformationen und ist fuer Amerikanische Verhaeltnisse unberuehrt. Im Infromationszentrum haben wir uns den einen Tag, der uns zur Verfuegung stand, planen lassen. Das war nicht so schwer, weil alles was ausserhalb des Tals liegt, wegen Eisglaette geperrt war. Alles war es im Tal gibt, kann man dafuer in 3 Stunden anschauen.
Wir wollten unbedingt einen Baer sehen und deshalb haben wir am spaeten Nachmittag noch einmal in Informationsbuero einen Ranger gefragt, ob es welche in der Gegend gibt. Ueberraschenderweise hat er uns sehr genaue Richtungsangaben gegeben, wo man ein Rehkadaver finden kann. Dort sollen sich einige Baeren rumtreiben. Also haben wir uns aufgemacht und sind durch Schnee und Wald gestiefelt, um die Baeren zu suchen. Wie der Zufall so will, haben wir unterwegs noch einen Fotografen gefunden, der ueber 8 Jahre Erfahrung mit Baeren vorweisen konnte. Mit ihm haben wir die Faehrte ausfindig gemacht und zwei ca. 2 Jahre alte Schwarzbaeren gefunden.
Bob (unser Experte) war begeistert und hat uns erklaert, dass man so ein Glueck selten hat. Erstens sollten die Baeren in dieser Saison Winterschlaf halten und zweitens sieht man es so gut wie nie, dass zwei Baeren miteinander Spielen. Genau das ist naemlich 20m vor unseren Augen passiert. Nettweise hat mir Bob noch sein Stativ und 400mm Objektiv geliehen, mit dem ich ein paar wirklich tolle Fotos schiessen konnte. Die Daemmerung hat uns dann aber gezwungen wieder zurueck ins Camp zu gehen und so war ein kurzer, aber erlebnisreicher Trip nach Yosemite zu ende.
