Queen Charlotte Track

Ich bin mir nicht sicher, was ich hier schreiben soll, denn mir gehen die Superlative aus, um die Landschaften hier in Neuseeland zu beschreiben. Aber eines schon mal vorweg: Ganz so minimalistisch wie auf Stewart Island waren die Unterkuenfte auf dem Track schonmal nicht. Die waren eigentlich sogar besser, als die meisten Hostels, die man so zu Gesicht bekommt.

Tag eins auf dem Track ist das, was die meisten Touristen hier machen. Man wird mit dem Wassertaxi zur Ships Cove gefahren und marschiert von dort aus bequem bis zur Furneaux Lodge. Dort kann man dann im gemuetlichen Ambiente ein Bierchen schluerfen. Neunzig Prozent der Leute fahren von dort wieder zurueck nach Picton. Nur ein paar wenige Leute (inkl. mir) haben zur Punga Cove uebergesetzt um dort die Nacht zu verbringen. Allerdings ist es nur mir gelungen, mich auf dem Weg zur Unterkunft zu verlaufen… und das gewaltig! Das was ich durch die Abkuerzung mit dem Wassertaxi gespart habe, habe ich so wieder eingeholt.

Zur Unterkunft (Noeline’s Homestay) kann ich nur sagen: A-TEM-BE-RAU-BEND! Das kleine Haeuschen steht praktisch direkt am Queen Charlotte Sound. Von dort kann mein ein paar Treppen nehmen und sich dann am Bootsanleger in die Sonne legen. Das Wasser war da mal wieder so klar, dass ich mir einen kleinen Sprung ins Wasser nicht nehmen lassen wollte. Gott sei dank war es dieses mal nicht ganz so kalt, wie auf Stewart Island.

Nachdem ich am Morgen noch mit einer Aussicht auf den Sound, in dem sich die Berge gespiegelt haben, belohnt wurde, habe ich Tag zwei in Angriff genommen. Der Abschnitt war schon deutlich muehseliger. Da waren mehr Kilometer und mehr Hoehenmeter zu ueberwinden und die Aussicht hat es auch nicht mehr so rausgerissen. Das Wetter war allerdings an dem Tag hervorragend.

Tag drei war dann eigentlich nur noch eine Plackerei. Das war auch der erste Tag, an dem ich wirklich alleine auf dem Track war. Zudem war es noch ein Wettrennen mit dem Wetter, denn es wurde Regen fuer den Nachmittag vorhergesagt. So bin ich schon recht frueh losmarschiert und habe die Strecke, die mit 8 Stunden angegeben wird, in 4 Stunden geschafft. Gerade kurz bevor es angefangen hat zu regnen. Dummerweise musste ich aber noch ewig auf das Wassertaxi warten, dass mich dann wieder zurueck nach Picton gebracht hat.

Vermutlich ist das vorerst mal der letzte Track, den ich mache. Irgendwann ist auch mal gut… Ausserdem tut mir im Moment so ziemlich alles unterhalb meiner Huefte weh, aber das war es auf jeden Fall wert.


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Der Beitrag wurde am 22. November 2008 um 11:33 veröffentlicht und wurde in der Kategorie Weltreise gespeichert. Du kannst Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen TrackBack auf deiner Seite einrichten.