Autor: Stefan, 28. Oktober 2008 um 07:51 Uhr

Kaikoura peninsula
Originally uploaded by Stefan Kahlert
Zwischen Picton und Christchurch and der Ostküste Neuseelands liegt Kaikoura. Mal abgesehen davon, dass es hier an jeder Ecke Langusten zu essen gibt, ist Kaikoura wohl einer der besten Orte auf der Welt, um Wale und Delfine zu beobachten. Und genau das haben wir auch gemacht.
Am ersten Tag war das Wetter so chaotisch, dass sich alle fünf Minuten die Wetterlage geändert hat. Von Regen zu Sonne zu Wind zu Regen… Aber darüber hat Sandra ja schon geschrieben.
Wir hatten aber Grund zur Annahme, dass das Wetter besser wird und so habe ich mich noch am gleichen Abend von Markus (unserem Mitbewohner) zum Delfin-Schwimmen (um 5:30 am Morgen) überreden lassen. Und siehe da: wir hatten Glück und gestern war perfektes Wetter. Zwar war immernoch genug Seegang, dass einige sich das Frühstück noch einmal durch den Kopf gehen ließen, aber dafür gabs Sonne und einigermaßen warme Lufttemperaturen.
Das Wasser war allerdings immernoch saukalt und trotz Neoprenanzug war das Schwimmen recht unangenehm. Dafür wurden wir aber mit der Anwesenheit von dutzenden verspielten Schwarzdelfinen belohnt. Ich war ehrlich gesagt sehr positiv überrascht von der ganzen Sache, denn ich dachte ich bekomme vielleicht zwei oder drei Delfine von weitem zu sehen.
Tatsächlich scheinen sich die Delfine aber freiwillig und (vermutlich) aus Spieltrieb und Neugier mit einem abzugeben und das macht dieses Delfinschwimmen so faszinierend.
Danach hatten wir noch eine Whalewatching-Tour, die aber im Vergleich äußerst enttäuschend war. Zwar haben wir einen Pottwal gesehen, allerdings ist der relativ reglos vor sich hin geschwommen (ich weiß gar nicht, was ich mehr erwartet habe). Wenn man aber bedenkt, dass die Waltour mehr gekostet hat, als das Schwimmen mit den Delfinen, so war die Delfintour eindeutig die bessere Wahl.
Autor: Stefan, um 07:11 Uhr
Kristin hat sich beschwert, dass einige Lücken in unserer Berichterstattung zu finden sind. Das kann ich natürlich nicht auf mir sitzen lassen und schicke hier die fehlenden Infos nach.
Bevor wir in Kaikoura angekommen sind, waren wir noch in Wellington (bekanntermaßen die Haupstadt Neuseelands) und in Picton im Norden der Südinsel Neuseelands.
In Wellington hat eigentlich unser Pech mit dem Wetter so richtig angefangen, deshalb haben sich unsere Aktivitäten auf ein Minimum beschränkt. Wir haben es uns aber nicht nehmen lassen eine Robbensafari zu machen und den Mt. Victoria zu besteigen. Auf dem Weg zum Gipfel haben wir dann noch einen Blick auf einen der Herr der Ringe Drehorte geworfen (die “Runter von der Straße”-Szene).
Auf unserer Robbensafari war mit das lustigste, dass der Keilriemen vom Geländewagen des Reiseveranstalters gerissen ist und das Auto dampfend am Strand der Red-Rock-Coast stehen blieb. Robben haben wir natürlich auch gesehen, wie auch Wildpferde, Berziegen und dutzende Vogelarten (bis hin zum Albatross).
Von Wellington haben wir die Fähre nach Picton in den Marlborough Sounds genommen. Viel gibt es dort nicht zu machen, außer vielleicht tauchen. Dummerweise war das als wir da waren wegen den Wetterbedingungen nicht möglich. Von da hatten wir die Wahl zwischen Abel Tasman Park und Kaikoura und wir haben uns auf Grund des Wetters für Kaikoura entschieden.
Autor: Sandra, 26. Oktober 2008 um 02:39 Uhr
Hallo Zusammen,
fuer alle die mich noch nicht kennen, ich bin Sandra , Stefans Schwester und ich habe die Ehre auch ein paar Zeilen hier zu verfassen.
In diesem Moment sind wir in Kaikoura und waermen uns gerade bei einer Tasse Kaffee etwas auf. Eigentlich war heute geplant eine kleine Wanderung um eine Landzunge herum zu machen, bei der man an einer Robbenkolonie vorbei kommen sollte.Naja genau bis dahin sind wir auch gekommen und dann sind wir von einem Platzregen eingenaesst worden.
Aber hier hat es ja ueberall nette Leute, die einen dann mit dem Auto wieder zurueckfahren.
Kaikoura ist sehr bekannt fuer Whale Watching ,aber auch fuer solche Aktionen brauch es besseres Wetter , dass wir im Moment hier einfach nicht haben ,und so werden wir dann morgen sehr wahrscheinlich Richtung Christchurch weiterziehen.
Bis dann
Autor: Stefan, 19. Oktober 2008 um 07:56 Uhr

I took the babtism option of the bungy jump
Originally uploaded by Stefan Kahlert
Vor ein paar Stunden habe ich hier in Taupo meinen ersten Bungysprung absolviert. Weil ein einfacher Sprung natürlich zu langweilig ist, habe ich die Tauf-Option gewählt. Dabei wird das Seil so abgemessen, dass man bis zur Gürtellinie in das darunter liegende (eiskalte) Wasser eintaucht.
Mal abgesehen davon, dass das ganze viel zu schnell vorbei war, war es… naja… schwer zu beschreiben… auf jeden Fall cool.
Eine Frage hat sich für mich auf jeden Fall geklärt: Warum kommen fast alle Extremsportarten aus Neuseeland?
Eigentlich ist es ganz einfach… Weil es hier sonst nix zu tun gibt. So schön hier die Landschaft auch ist, nach Peking, Hong Kong und Tokyo kommt mir hier alles etwas zu ruhig vor. Muss mich wohl erst wieder etwas an das Kleinstadtleben gewöhnen.
Autor: Stefan, 17. Oktober 2008 um 06:09 Uhr

Silver Fern
Originally uploaded by Stefan Kahlert
Inzwischen bin ich auf der Suedhalbkugel angekommen. Erst einmal in Christchurch, nur um gleich nach Auckland weiter zu fliegen.
In Auckland habe ich dann Sandra getroffen und hab mir ein bisschen die Stadt angesehen. Weil Sandra aber schon eine Weile in Auckland war und ich mehr Zeit in Neuseeland habe als sie, sind wir gleich am naechsten Tag weiter nach Rotorua. Vor allem Bekannt durch Thermalparks, Maori und Geysire.
Ein paar Bilder sind auch schon verfuegbar.
Zusaetzlich gibts noch Bilder von der Tokyo Game Show 2008, Osaka und noch ein bisschen Kyoto. Viel Spass!
Autor: Stefan, 10. Oktober 2008 um 14:13 Uhr
Meine Reise in Japan hat mich inzwischen von Kyoto nach Osaka, zurück nach Kyoto und mittlerweile auch schon wieder nach Tokyo geführt. Die letzten Tage habe ich kaum Zeit gefunden einen neuen Eintrag zu verfassen und habe mein Weblog daher etwas vernachlässigt. Ach was red ich… ich hatte einfach kein Bock! Hier ist allerdings ein kleiner Nachtrag.
Das Wochenende muss man in Osaka verbracht haben. Zumindest wurde mir das überall gesagt. Es ist aber so, dass Während es in Kyoto Kultur gibt und in Tokyo Lifestyle, gibt es in Osaka kaum etwas interessantes zu sehen. Dafür lebt dort die – sagen wir mal – Arbeiterklasse von Japan. Die Theorie war, dass die Leute es am Wochenende krachen lassen. Nur leider haben wir nicht wirklich rausgefunden wo. In Shinsaibashi gibt es zwar etwa vier Quadratkilometer Clubs, Kneipen und Girlie-Bars, aber in dieser Auswahl ein gutes Plätzchen zu finden gleicht der Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Spaß hats trotzdem gemacht.
Tagsüber ist Osaka alledings ein richtiger Reinfall. Wenn man nicht auf Museen steht, dann kann man alles Sehenswerte in etwa 2 Stunden abhaken. Nach zweieinhalb Tagen bin ich dann wieder zurück nach Kyoto, das man bequemerweise direkt mit der S-Bahn erreichen kann. Daran merkt man, dass in Japan die Grenzen zwischen einer Stadt und einer anderen allenfalls auf der Landkarte ersichtlich sind. Zumindest entlang der Küste sind unbesiedelte Gebiete eine absolute Seltenheit.
Heute bin ich dann wieder mit dem Shinkansen nach Tokyo gedüst. Dieses mal kam mich das aber recht Teuer zu stehen, weil der Euro (im Vergleich zum Yen) gerade eine gewaltige Talfahrt hinlegt. So hat mich das Ticket diesesmal ca. 10% mehr gekostet, als auf dem Weg von Tokyo nach Kyoto.
Dienstag geht es dann weiter nach Auckland, wo meine Schwester schon auf mich warten wird.
Autor: Stefan, um 14:13 Uhr
Zugegeben: die meisten Länder, die ich bisher bereist habe, habe ich mit dem Hintergedanken besucht, ob man sich da vielleicht Einsiedeln koennte. Bisher habe ich aber immer meine Frage “Könnte ich hier dauerhaft leben?” mit einem mehr oder weniger klarem “Nein” beantwortet. Einigen meiner Facebook-Kontakte ist vielleicht meine Statusmeldung aufgefallen: “Stefan is getting settled in Kyoto and could stay there forever.”
Das war zwar einfach nur so dahingeschrieben, aber zuhause hat sich schon die leichte Besorgnis breit gemacht, ich koennte mich entgueltig ins Ausland absetzen. Tatsache ist, dass ich meine oben genannte Frage zum ersten mal mit Ja beantwortet habe. Ja, ich könnte in Japan dauerhaft leben. Es gefällt mir hier sogar so gut, wenn sich die Chance ergäbe in Japan zu Arbeiten, würde ich sie wohl ohne grosses Zögern ergreifen. Zumindest fuer ein paar Jahre wäre das durchaus eine Überlegung wert.
Noch halten sich meine Jobangebote in Grenzen und fundierte Japanischkenntnisse wären bei diesem Vorhaben eine wichige Vorraussetzung. Daher ist die Sorge ich könnte hier bleiben etwas übertrieben.
Autor: Stefan, 2. Oktober 2008 um 11:22 Uhr