Tokyo
Schon nach einem Tag in Tokyo hat sich so ziemlich alles bestaetigt, was man so von dieser Stadt hoert. Da gibt es das undurchsichtige oeffentliche Nahverkehrsnetz: Wenn man den Netzplan von Tokyo anschaut, trifft einen fast der Schlag! Es gibt gut hundert Stationen und 3 unabhaengige Verkehrswege: JR (was wohl einer S-Bahn am naechsten kommt), Metro (naja, die Metro halt) und Toei (auch so ne Art U-Bahn). Die Fahrplaene sind nur selten in Englisch und die Preisangaben schon gar nicht. Die Automaten kann man zwar meist auf Englisch umstellen, aber das bringt einem nicht viel, wenn man nicht weiss, wieviel man zahlen muss. Ein Transferticket von einem MTR-System zu einem anderen zu kaufen, kann man schon mal voellig vergessen! Wenigstens gibt es spezielle Automaten, wo man sein Ticket korrigieren kann, wenn man schon wieder zu wenig gezahlt hat (was die generelle Taktik ist).
Metros waehrend der Rush Hour sind eine Sache fuer sich. Zwar hab ich noch keine Schaffner gesehen, die Leute in die Bahnen quetschen, aber die Fahrgaeste alleine draengeln schon genug.
Auch die Preise koennen gewaltig sein. Man muss schon sehr vorsichtig sein, was man hier kauft. Man kann zwar Mittagessen fuer 350 Yen (ca. 3Euro) bekommen, aber auch 500Yen fuer einen Pfirsich bezahlen (auch wenn dieser ueberaus koestlich aussieht).
Die Schuluniformen japanischer Maedchen koennen nur einem kranken Geist entsprungen sein. Warum die Roecke so derartig knapp geschnitten sind, kann ich mir beim besten Willen nicht erklaeren. Allerdings weiss ich auch nicht, ob die Maedchen sich absichtlich die Klamotten zwei Nummern zu klein besorgen. Auf jeden Fall scheint das, zusammen mit einem Haufen Maenner in beengten Zuegen zu einigen Problemen zu fuehren. Deshalb gibt es extra Frauenabteile, weil Grabschereien nicht der Seltenheit angehoeren.
Wie gesagt: Das und hundert andere Sachen sind das, was wir von Japan kennen. Naechstes mal versuche ich mal die unbekannte Seite zu beleuchten.