23:30h
Der Trip von Koh Pha-Ngan nach Georgetown (Malaysia) war eher einer der unangenehmeren Momente meiner Weltreise. Wie der Titel schon andeutet war ich fast einen ganzen Tag unterwegs. Je nachdem, wie man es sieht, war es sogar noch mehr. Eigentlich wollte ich naemlich die Faehre frueh morgens nehmen, um abends dann ueber der Grenze zu sein. Dummerweise hatte aber die Faehre einen Unfall (angeblich) und ist daher ausgefallen. Die einzige Alternative war die Nachtfaehre, die 22 Uhr (um 20:30 ging das Taxi) ablegt. Also hatte ich erst einmal von 7 Uhr bis 22 Uhr Zeit totzuschlagen. Das geht ganz toll, wenn man ein Hotelzimmer hat, aber ich habe schon ausgecheckt und bin daher recht Ziel- und Planlos durch die Gegend geirrt.
Als die Nachtfaehre dann um 5 Uhr in Surat Thani angekommen ist, dachte ich mir, dass das schlimmste jetzt wohl vorueber ist. Haha, weit gefehlt: Erst einmal durfte ich erfahren, dass ich mal eben von einem VIP-Bus auf einen Minibus downgegradet wurde. Obendrein wurde ich noch zum ersten Mal auf meiner Reise richtig uebel abgezockt, weil ich zu doof und zu muede war, den Wechselkurs fuer Baht/Ringgit zu checken. Wieviel ich da zu viel gezahlt habe, behalte ich besser fuer mich. Das tut mir immernoch weh!
Dann ging die Fahrerei in einem gerammelt vollen Minibus (mit kaputter Klimaanlage) los. An der Grenze hatte ich dann noch zwei Stunden Aufenthalt, weil ich auf einen anderen Minibus warten musste. Der hatte dann wenigstens eine einigermassen funktionierende Klimaanlage. In Georgetown bin ich dann kurz nach 21Uhr angekommen (eine zusaetzliche Stunde Zeitverschiebung).
Was ich aus diesem Trip gelernt habe:
- Vertraue keinem thailaendischem Reisebuero, es sei denn man hat bereits gutes davon gehoert.
- Am besten die Trips selber planen und durchfuehren. Ist zwar in der Regel aufwaendiger, aber auch billiger und es gibt weniger Ueberraschungen.
- Bei allen Geldtransaktionen ueber 10 Euro gegenchecken, ob man nicht ueber den Tisch gezogen wird.
- Informationen nie unueberprueft lassen, wenn die Person von dem sie kommen, Profit daraus schlagen kann.
Das hoert sich zwar drastisch an, aber anders kann man es fast nicht sagen. Man bekommt gerne mal das Gefuehl ein wandelnder Bankomat fuer die ansaessige Bevoelkerung zu sein. Ich will ja nichts umsonst, aber ich hasse es ueber den Tisch gezogen zu werden! Genau das passiert einem aber staendig, wenn man nicht genau aufpasst.