Petra und das Ende meiner Glückssträhne

Autor: Stefan, 10. Juni 2008 um 12:06 Uhr

Mal abgesehen davon, dass ich drei Stunden an der Jordanischen Grenze auf meine Ausreiseerlaubnis warten musste, war der Trip nach Petra relativ problemlos. Das Hostel dort (Valentine Inn) war wirklich hervorragend. Am Abend gibt’s da ein Riesenbuffet für 4 Dinar ( knapp €4). Gegessen wird dann unter einem Zelt im Beduinen-Stil und man kann die Gelegenheit nutzen, um interessante Leute zu treffen.
Am nächsten Morgen ging es dann mit dem Shuttle zu den eigentlichen Sehenswürdigkeiten. Kurz gesagt: das haut einen aus den Socken. Eine ganze Stadt in den Fels gemeiselt. Faszinierende Felsformationen und atemberaubende Farben. In jedem Eckchen gibt es Dinge zu entdecken und die Fläche ist riesig! Man kann dort Tage verbringen und dennoch immer wieder neues entdecken.
Wenn man mal abseits der breitgetretenen Pfade geht (oder man sich verläuft, wie ich) dann trifft man vielleicht auch mal einen Beduinen, der einen nicht abzocken will. Von denen wird man dann auch gerne mal zum Tee oder zu einem Abendessen eingeladen. Die Gastfreundschaft wird hier groß geschrieben.

Mein Plan für den nächsten Tag war die Rückreise nach Tel Aviv mit Zwischenstopp in Eilat. Nicht eingeplant war ein jüdischer Feiertag, der den Shabat zu einem langen Wochenende macht. Für mich bedeutete das: keine Busse nach Tel Aviv. Schlimmer noch: Alle brauchbaren Hostels waren wegen den Feiertagen ausgebucht. Bisher hatte ich immer das Glück immer ein Hostel zu bekommen, auch wenn es manchmal knapp war, aber dieses Mal hätte ich fast auf der Straße pennen müssen.
Am Ende habe ich aber doch noch eine Absteige in einem Hinterhof einer verrückten alten Lady gefunden. Das Zimmer habe ich mir mit zwei Frauen aus L.A. geteilt, die in etwa doppelt so alt waren wie ich sind und genau das gleiche Problem wie ich hatten. Ich muss zugeben, dass das einer der eher denkwürdigeren Erlebnisse in Israel war.

Sonnenaufgang in Massada

Autor: Stefan, 6. Juni 2008 um 13:44 Uhr

Sonnenaufgang in Massada

Originally uploaded by Stefan Kahlert

Es gibt wieder neues auf Flickr. Leider sieht das Foto vom Sonnenaufgang nicht ganz so schön aus, wie es in Wirklichkeit war, aber man bekommt ein Gefühl für die Stimmung in Massada bei Sonnenaufgang.

Wie klein ist Israel eigentlich?

Autor: Stefan, um 13:39 Uhr

Es ist nahezu unfassbar, wie oft man hier Leuten begegnet, die man schon einmal irgendwo anders getroffen hat:

Da ist zum Beispiel dieser Engländer (dessen Namen ich leider vergessen habe), dem ich schon 4 mal (in Tel Aviv, Haifa, Tiberias und in Jerusalem) über den Weg gelaufen bin, obwohl wir völlig unterschiedliche Routen bereisen. Die Chancen stehen gut, dass wir uns in Tel Aviv wieder über den Weg laufen.

Dann ist da noch Alex (auch Engländer), den ich in Tel Aviv, Jerusalem und in Eilat getroffen habe. Chancen sind gut, dass ich ihn in Bangkok wieder sehe :-) .

Die Backpacker-Community in Israel ist wohl doch recht klein!

Eilat

Autor: Stefan, 5. Juni 2008 um 16:13 Uhr

Zur Zeit hänge ich hier in Eilat rum, um etwas Zeit zu überbrücken (und am Strand rumzufaulen). Es würde nämlich keinen Sinn machen vor Freitag nach Jordanien (Petra) zu gehen (Stichwort: Shabat).

Aber ich kann nur sagen, dass mich hier sonst nichts hält. Die Strände sind Mist (spitze Steine, wohin man geht), es ist verflucht heiß (alles andere war bisher Kindergarten) und auch sonst ist es hier nicht wirklich schön. Man kann fast sagen, dass Eilat der kleine hässliche Bruder von Tel Aviv ist!

Wenn ich durch Petra durch bin, geht es dann auch schon wieder zurück nach Tel Aviv um meinen Flieger nach Bangkok zu nehmen. Die Zeit in Israel ging wirklich unglaublich schnell rum!

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Masada und Totes Meer

Autor: Stefan, 4. Juni 2008 um 12:24 Uhr

Masada ist eine Burgruine auf einem Hochplateau in der Nähe des Toten Meers. Der Lonely Planet schreibt, dass man sich die Festung unbedingt zum Sonnenaufgang anschauen soll. Das hab ich gestern dann auch gemacht: Um 3:30 Uhr aufstehen, schnell das Frühstück reinpressen und dann eine dreiviertel Stunde einen schmalen Serpentinenpfad hochklettern. Die Belohnung war in der Tat einer der schönsten Sonnenaufgänge, den ich je gesehen habe. Muss wohl an den 10% mehr Sauerstoff liegen, die die Luft in 400m unter dem Meeresspiegel hat.

Zum Toten Meer gibt es nicht viel zu sagen. Mann muss es mal erlebt haben. Es ist einfach unfassbar wie stark der Auftrieb in dem Wasser ist. Spass macht es aber nach spätestens 20 Minuten nicht mehr. Da brennt einem nämlich jedes Wewehchen, von dem man noch nicht mal wusste, dass man es hat: Schnittwunden, Sonnenbrände, Ausschläge. Da ist die Frischwasserdusche eine wahre Erlösung!